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Archive for the ‘Tee’ Category

Der Tee zur Dusche

5133.pngIch gestehe, ich habe mich doch ein wenig gewundert, als ich die (zumindest in meinem Supermarktregal) neue Teekreation von Meßmer entdeckte: Grüner Tee „Melone – Aloe Vera“. Nun gut, Melone, das konnte ich mir noch ansatzweise vorstellen. Nicht, dass ich es für eine besonders nahe liegende Teezutat gehalten hätte, aber wenigstens verband ich mit dem Geschmack einer Melone noch eine gewisse, nicht unangenehme Vorstellung. Aber Aloe Vera??? Das war doch in dem Duschgel enthalten, das ich einen Augenblick vorher in den Korb gelegt hatte! Ich wusste ziemlich genau wie Aloe Vera roch – aber konnte man es auch trinken? Irgendwie bezweifelte ich das, auch wenn ich mich dunkel zu entsinnen glaubte, dass Aloe-Saft zu medizinischen Zwecken nicht nur äußerlich verwendet wurde. Nach einigem Nachdenken aber siegte meine Neugierde – immerhin, man fand ja auch Milch-und-Honig Duschgels und (seit neuestem) sogar solche mit Schokoladen-Minz-Aroma (kein Scherz – die anbietende Firma war, meine ich, Litamin). Weshalb sollte also, in der umgekehrten Richtung, nicht Aloe-Vera-Tee auch etwas Gutes sein? Und obwohl ich die Schoko-Dusche nicht erproben wollte (ich hatte doch etwas Hemmungen, wie ein After-Eight zu duften), dem Tee konnte ich (wie üblich) nicht widerstehen.

Und wie ist Melonen – Aloe Vera Tee nun? Hmmm… nun, er riecht tatsächlich wie manche Duschgels. Vor allem in trockenem Zustand, ehe man ihn aufgießt. Nicht unangenehm, aber jene, die Aloe Vera gerne in Kosmetika benutzen, mutet es vielleicht im ersten Augenblick doch ein wenig seltsam an. Geschmacklich erinnert er dann allerdings vor allem an Honigmelone, die Aloe-Vera verursacht nur eine ganz leichte, cremige Fußnote. Ein harmloser, bekömmlicher und sanfter Grüntee, den man ruhig ein wenig höher dosieren kann. Nicht besonders aufregend, aber (wenn man sich an den Geruch gewöhnt hat) vor allem für Melonen-Liebhaber sicher eine durchaus brauchbare Alternative zu den üblichen Zitronentees.

 

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Irish Cream für Anti-Alkoholiker

irishcream_st_20.gifEine Kleinigkeit für Winterabende am prasselnden Kamin (oder auch auf der Couch mit einem guten Buch, wenn man leider keinen Kamin besitzt und lieber kein Lagerfeuerchen auf dem Wohnzimmerteppich machen möchte) ist die (nicht mehr ganz neue) Teesorte „Irish Cream“, von Teekanne. Das schöne daran ist: Von dieser Irish Cream können auch alle überzeugten Anti-Alkoholiker beruhigt kosten. Ich selbst gehöre ja zu den Zeitgenossen, die Alkohol nur dann genießbar finden, wenn er vorher mit sehr, sehr viel Kakao oder Eiscreme verdünnt worden ist. Aber dieser Tee schmeckt trotz seines Namens eigentlich nicht sehr nach Alkohol – zumindest soweit ich es mit meiner notwendigerweise beschränkten Erfahrung beurteilen kann. Er ist würziger und voller im Geschmack als normaler Schwarztee und schmeckt gesüßt hervorragend, ohne dabei so sanft und lieblich zu sein wie etwa Vanilletee. Ein wenig bedauerlich ist nur die bei derartigen Tees leider allgemein übliche Packungs“größe“: Man bekommt immer nur 20 Beutel. Und die sind hier leider verdammt schnell verbraucht! 😉

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Tee in der Zeitschleife

4649.pngEndlich wieder ein Tee mit einem Namen, der zum Träumen anregt :). Meßmer’s „Momente der Ruhe“ wirbt mit dem wunderbaren Spruch: „spüren, wie die Ruhe in die Seele einzieht ein Moment jenseits der Zeit.“ Wer gerne philosophiert, wird sich jetzt unweigerlich fragen: was passiert wohl, wenn für mich beim Teetrinken ein „Moment jenseits der Zeit“ beginnt? Läuft dann die Zeit außerhalb weiter und ich lande nach der Teestunde, wie der Prinz im irischen Märchen, plötzlich in einer Zeit, wo mein Königreich schon längst untergegangen und mein Schloß verfallen ist? (Gut, so betrachtet eine geringe Gefahr: nur die wenigsten sind Prinzen mit Schlössern, geschweige denn Königreichen…). Oder verlangsamt sich die Zeit insgesamt und ich habe mehr Zeit für den Tee? (Funktioniert leider nicht – jedenfalls nicht bei mir 😉 … aber der geneigte Leser ist zu Selbstversuchen herzlich eingeladen).

Wie auch immer: jenseits aller Poesie und Zeitverschiebungen kann man zumindest festhalten: der Tee schmeckt gut. Die Geschmacksnote ist, laut Packungsangabe, „Roiboos-Mandel-Ginseng“. Daneben sind unter anderem enthalten: Zimt, Fenchel und Anis und vieles, vieles mehr. Der Tee ist, trotz intensiven Duftes, etwas milder und unaufdringlicher als die „Momente der Versuchung“ (ebenfalls Meßmer, siehe entsprechende Teekritik), aber wie dieser ein „süßer“ Tee, der Naschkatzen zusagen dürfte. Allerdings sei hier vor dem leichten Nachgeschmack gewarnt, der vermutlich vom Ginseng herrührt. Er ist nicht unangenehm, aber – da doch etwas exotisch – vielleicht nicht jedermanns Fall. Also: den Tee nicht gerade an teuren Gästen ausprobieren ;).

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Karibische Rhythmen in der Tasse

5003.pngDie Dichtkunst im Teeregal nimmt kein Ende. „Limbo“ heißt das neue (naja – relativ neue 😉 ) Kunstwerk von Milford. Es wird beworben mit dem Slogan: „Karibische Rhythmen im Ohr und den Duft exotischer Früchte erleben.“ Karibische Rhythmen?? Wie bitte? Aber ich wollte doch nur Früchtetee trinken. Und eigentlich auch lieber aus der Tasse…

Nein, keine Angst, Limbo macht keinen Lärm, es tauchen (was vielleicht Mancher bedauern wird) auch keine halbnackten, exotischen Schönheiten im Baströckchen auf, wenn man ihn trinkt. Und er duftet eigentlich auch nicht so schrecklich exotisch, dass davon gleich Palmen im Wohnzimmer wachsen. Aber, das muss man ihm lassen: er schmeckt gut. Nach Orange, Kokos und einem Hauch Ananas. Wie ein Exotik-Früchtebecher mit vielen, leckeren Kokosraspeln … hmmmm. leckerlecker.png Also, nicht von der auf „cool“ getrimmten Verpackung und der seltsamen Werbung abschrecken lassen: ausprobieren! (Und wer mag, kann ja ein kleines Schirmchen hineinstecken.)grins.png

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Ein echter Sommertee

gruener_tee_erdbeer_lemon.gifWer es im Sommer gerne fruchtig-frisch mag, ohne deshalb unbedingt Früchtetee trinken zu wollen, für den hat „Teekanne“ jetzt etwas im Sortiment. Der Name – „Grüner Tee – Erdbeere-Lemonengras“ verrät bereits, was zu erwarten steht. Nun gut, manch Teepoet mag da die fehlende künstlerische Kreativität bemängeln (wären „Momente der Freude“, „Belebender Morgen“ oder „Frische Liebe“ denn  dem aktuellen Namenstrend im Tee-Regal nicht angemessener? 😉 ). Andererseits erspart dem neugierigen (und kurzsichtigen) Supermarkt-Bummler ein solch pragamtischer Inhaltsverweis allerhand umständliche Sucherei im Kleingedruckten. Aber selbst die hätte sich hier gelohnt. Dieser Tee wirkt (dank sei dem Koffein!) belebend wie andere Vertreter seiner Art, schmeckt dabei aber fruchtig frisch nach Erdbeeren – fast wie ein Früchtetee. Wobei die Grünteenote und der Hauch säurlich-herben Lemonengrases eine allzu aufdringliche Süße vermeiden (die bei Erdbeeraroma ja sonst leider recht häufig ist). Eine rundum gelungene Mischung, gleich, ob heiß oder kalt genossen.

Nur Vorsicht grins.png : es ist und bleibt ein grüner Tee, weshalb die Ziehzeit – anders als bei Früchtetees – besser deutlich unter 5 Minuten liegen sollte. Ich spreche aus Erfahrung peinlichgrins.png

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Der Teescout

Noch ein kleiner Linktipp zum Thema "Tee": unter teescout.de findet man interessante Informationen rund um den Tee. Nun, zugegeben, vielleicht sind die wohltuenden Wirkungen der Teesorten hier ein wenig überbewertet. Auch wenn es natürlich sehr schön wäre, wenn etwa grüner Tee tatsächlich – unter anderem! – "den Stoffwechsel stimulieren, die Muskulatur kräftigen, das Sehvermögen stärken, durch den Fluorgehalt vor Karies schützen, schlank machen und bei Stress die Nerven beruhigen" würde. Besonders das Schlankmachen und Muskelnstärken wäre praktisch – man stelle sich vor: eine Kanne grüner Tee zum Teegebäck und das Ganze wirkt insgesamt wie 40 Minuten Joggen 🙂 …

Aber auch dann, wenn man so viel Tee-Enthusiasmus mit einem kleinen Schmunzeln betrachtet, bietet die Seite viel Wissenswertes. Dazu gibt es Rezepte und – vor allem – kommentierte Links zu verschiedenen Tee-Shops (allerdings nicht ganz leicht zu finden: oben, sehr klein und blau: "Kategorien", darunter sind dann die "online-shops"). Außerdem gibt es jeweils einen herausgegriffenen Top-Anbieter des Monats, in Kategorien wie "Schnäppchen" oder "Große Auwahl", sowie eine Suchfunktion. Diese gibt etwa, für den Suchbegriff "aromatisierte Tees", (u.a.) auch die Onlineshops aus, die solche im Angebot haben. Für online-shoppende Teefreunde eine große Verführung… 😉

Viel Spaß beim Stöbern!


 


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Weißer Tee, ganz unpoetisch

Ja, jetzt gibt es ihn – aromatisierten weißen Tee. Und er heißt doch tatsächlich einfach so, wie er schmeckt: Weißer Tee: Pfirsich-Vanille. Na, na, liebe Meßmer-Werbestrategen, das ist aber reichlich einfallslos, oder? Keine "Momente der Verlockung"? Kein "Ying-und-Yang-Tee"? Nicht einmal ein bisschen Shakespeare im Namen? Immerhin hatte der mehr Dramen geschrieben, als nur "Romeo und Julia" – wäre nicht "Antonius und Cleopatra" eine Möglichkeit gewesen? Nein? Nicht?

Nun gut, dann müssen wir uns eben damit abfinden: dieser Weiße Tee von Meßmer ist ganz und gar unpoetisch. Aber, so erstaunlich das klingt 😉 : er schmeckt, trotz mangelnder Poesie, hervorragend! Gut, einigen Schwarzteegewöhnten mag er vielleicht, da weißer Tee an sich bereits sehr mild ist, zu süß sein – aber alle, die (wie ich 😉 ) gerade süße Tees besonders gern mögen, sollten diesen hier einmal probieren. Er ist wirklich rundum süß-fruchtig-vanillig-sanft. Sehr angenehm für verregnete, kalte Sommernachmittage.

Und, zwecks Ausprobieren, noch ein kleiner Zubereitungstipp von der Produktseite der Firma Meßmer (wo der Interessierte auch erfährt, was das eigentlich für ein Pflänzlein ist, das da den Weg in einen Teebeutel gefunden hat) : "Zur Zubereitung sollte man das Wasser nach dem Aufkochen ca. 3 Minuten abkühlen lassen, um die zarten, blumigen Nuancen des Weißen Tees in vollem Umfang genießen zu können. Die Ziehzeit sollte nicht länger als 3 Minuten betragen."

Äh…nun gut, ich gebe zu, für das "3-Minuten-abkühlen-lassen" war ich, chronisch teesüchtig wie ich bin, bisher immer zu ungeduldig. Und, ganz ehrlich, als ich es heute ausprobiert habe, konnte ich keinen nennenswerten Unterschied feststellen – außer, daß ich – zur Verwunderung meiner Familie – 3 Minuten lang wie ein ausgehungerter Löwe um den Wasserkocher herumgeschlichen bin … Dennoch, ich wollte diesen Expertenrat nicht unterschlagen, denn es mag ja Feinschmecker geben, die tatsächlich die "zarten blumigen Nuancen" in "vollem Umfang genießen" wollen. 😉 Aber wer es etwas eiliger hat, der kann diesen Tee getrost auch auf die gewohnte Weise aufgießen: ich kann versprechen: er schmeckt in jedem Fall ganz wunderbar :).

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