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Archive for 26. Mai 2006

Alexander.jpgDiese Biographie habe ich – ganz bewußt – unter der Kategorie "historische Romane" eingereiht. Denn genau als solchen kann man die Triologie lesen, so spannend und lebendig ist sie geschrieben. Dabei darf man sich, da der Autor anerkannter Professor für Altertumsforschung und Archäologie ist, zugleich auf eine gewisse historische Genauigkeit verlassen. Wer sich also für die griechische Antike und für Alexander den Großen interessiert, der sollte in diese drei Bücher vielleicht einmal hineinschnuppern:

  • "Alexander, Der makedonische Prinz": hier geht es um die Kindheit und Jugend des großen Weltherrschers und um seinen Aufstieg zum König der Makedonen. Diesem Abschnitt in Alexanders Leben werden in vielen anderen Biographien lediglich ein oder zwei Kapitelchen zugestanden. Manfredi hat ihnen den ganzen ersten Band seiner Triologie gewidmet.
  • "Alexander, König von Asien": Beginnt mit dem Zug des jungen Makedonenkönigs Alexander nach Persien, umfasst legendäre Schlachten wie die bei Issos (3-3-3 – Issos Keilerei… wir erinnern uns) und endet mit seinem glorreichen Einzug in Ägypten.
  • "Alexander, Der Herrscher der Welt": Alexanders Siegeszug durch Asien geht weiter, hier erleben wir, unter anderem, die Eroberung Babylons, die Vermählung mit Prinzessin Roxane und schließlich den Indienfeldzug. Am Schluss steht, natürlich, Alexanders sagenumwobener Tod – war es Mord? War es ein Fieber? Oder Trunksucht? Manfredi hat auch dazu eine Theorie…

Wie erwähnt, die Biographie liest sich, so detailliert sie ist, wie ein spannender Roman. Natürlich darf man nicht die gleiche Faktendichte wie in einem Sachbuch erwarten, und Manfredi hat bewußt den Begleitern und Gegnern Alexanders eigene Persönlichkeit verliehen und ihnen mehr Aufmerksamkeit geschenkt, als dies eine "normale" Biographie vielleicht täte. Auch fließen einige Elemente aus den Sagen um Alexander ein – wie etwa die um sein berühmtes Pferd Bukephalos. Aber diese dichterische Freiheit verzeiht man leicht, bei so gutem Lesefutter. Wer danach an der absolut abgesicherten, historischen Wirklichkeit interessiert ist, kann ja immer noch in der entsprechenden Fachliteratur nachschlagen – hat aber, dank Manfredi, auf jeden Fall über die Personen, die Abfolge der Ereignisse und die großen Zusammenhänge schon einen guten Überblick bekommen.

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