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Archive for 11. Mai 2006

Johann Elias Schlegel: Canut

Johann Elias Schlegel (1719-149) wurde schon von seinem Zeitgenossen G.E. Lessing als derjenige bezeichnet "der doch bis itzt dem deutschen Theater die meiste Ehre gemacht habe" (16. Literaturbrief, 1759), und Friedrich Nicolai nannte Schlegels 1746 erschienes Trauerspiel "Canut" das "einzige gewissermaßen vollkommene Stück, das wir mit den Trauerspielen der Ausländer vergleichen können" ("Briefe über den itzigen Zustand der schönen Wissenschaften",1755). Das war damals ein nicht unbeträchtliches Kompliment, denn "die Trauerspiele der Ausländer", das waren die klassischen französischen Dramen, die als absolutes Vorbild galten, seit Gottsched 20 Jahre zuvor den Klamaukstücken der deutschen Wanderbühne dem Kampf angesagt hatte.

Ob der Canut nun "ein Werk des Übergangs von der rationalistischen Alexandriner-Dramaturgie zum emotionalistischen Charakterdrama" ist, oder ob sich Schlegel doch "weit eindeutiger als der rationalistische Reformer Gottsched am Barock-Klassizismus Pierre Corneilles orientiert" hat (Corneille war einer jener hochgeschätzten "Ausländer") – das ist unter Literaturwissenschaftlern noch immer nicht unumstritten und sei an dieser Stelle dahingestellt.

Worum geht es nun aber? Schlegel wählte – was damals inmitten all der griechischen und römischen Heroen, die die Bühnen bevölkerten, durchaus nicht alltäglich war – eine Gestalt aus der nationalen Geschichte Dänemarks (wo er gerade lebte): König Knut II (bei ihm: "Canut"). Knut II war seit 1018 König von Dänemark, ab 1017 auch, nach langen Kriegen, König von England und ab 1028 zudem König von Norwegen. Ein nicht unumstrittener, aber berühmter Herrscher, den Schlegel, wie er selbst zugibt, in seinem Drama stark idealisiert hat, um ihn von seinem verruchten Gegenspieler Ulfo abzuheben.

Der Canut des Dramas ist also der weise, gerechte, gütige, selbstbeherrschte König. Und der Bösewicht Ulfo?

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Die Momente der Melancholie sind vergangen…

Messmerteemelancholie.png…denn der Meßmertee dieses Namens heißt jetzt offenbar "Momente der Versuchung". Die Geschmacksrichtung ist und bleibt Kakao-Karamell – ob nur in anderer Verpackung oder auch mit geringfügig anderer Zusammensetzung wird noch festzustellen sein. Ich hoffe, Meßmer hat lediglich den Titel verändert (vermutlich fanden die Werbestrategen, dass "Melancholie" nicht ansprechend genug klingt) – der Tee an sich war nämlich ganz hervorragend. Der erste Tee der (fast) wie Kakao schmeckte. Hmmmmjammjamm 🙂 .

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