Wer kennt das nicht: Man hat ein Buch bestellt – z.B. bei Amazon – und wartet sehnsüchtig auf die E-Mail, die endlich, endlich den Versand bestätigt. Man hat verschiedene Alternativen: Das Mailprogramm alle fünf Minuten aufrufen, um nachzusehen, es die ganze Zeit im Hintergrund laufen lassen (was Rechner etwas älteren Semesters erfahrungsgemäß manchmal ein wenig überstrapaziert
) … oder man benutzt Chat-Programme wie Trillian oder Miranda, die nebenher auch noch – einige – Mailaccounts checken können. Einige eben nur, denn irgendeine Art von Mailaccount (oftmals POP3) befindet sich fast immer auf der Ausnahmeliste.
Man kann allerdings auch POP Peeper verwenden. Ein kleines, nettes Freeware-Programm, das sich friedlich und unauffällig im Hintergrund bleibt und in beliebig einstellbaren Zeitabständen nachsieht, ob es E-Mail-Neuzugänge gibt. Abgedeckt sind: POP3, IMAP (mit dem man z.B: AOL, AIM; Netscape, FastMail u.a. abrufen kann), SMTP; GMail, Hotmail\MSN\LiveMail, Yahoo, Mail.com, MyWay, Excite, Lycos.com,RediffMail, Juno und NetZero. Donnerwetter
! Man kann so viele Accounts einstellen, wie man möchte und ihnen sogar unterschiedliche Benachrichtigungs-Töne, -Zeiten und -Arten zuweisen. Man kann sich an die E-Mails erinnern lassen, sie direkt im POP-Peeper in Vorschau, als Header oder vollständig anzeigen lassen, auf Mausklick das Haupt-Mailprogramm öffnen oder sogar über den POP-Peeper schlichte Textnachrichten schnell als Antwort zurückschicken, ohne erst den Umweg über Thunderbird, Outlook und Co. zu gehen. Und, für Leute, die hin und wieder wichtige Nachrichten verschicken oder bekommen, die sie nicht verlieren möchten: POP-Peeper kann in einem frei wählbaren Verzeichnis Kopien aller nicht gelöschten Mails ablegen – für den Fall, dass das eigentliche E-Mail Programm unversehens den Geist aufgibt und die gesammelten Werke mit sich in den Abgrund des Vergessens reißt. (Wie gut diese Speicherfunktion tatsächlich funktioniert, das wird sich bei mir allerdings erst im Verlaufe eines ausführlicheren Praxistests erweisen – also am Besten erst einmal selbst ein Weilchen ausprobieren, ehe man sich blind darauf verlässt
!)
Das schönste aber ist: POP-Peeper ist denkbar bedienungsfreundlich. Er importiert sämtliche Accounteinstellungen bei der Installation aus bereits vorhandenen Mail-Programmen, erinnert den Nutzer daran, doch bitte die Passwörter einzugeben und hat eine angenehm übersichtliche Oberfläche. Gut, diese hat den unverwechselbaren Charme von Windows 3.1 und verträgt sich, leider, nicht mit lustigen “Und-die-Welt-wird-bunt”-Programmen zur Windowsverschönerung (wie etwa Windowblinds). Aber wer sich an dem spartanischen Äußeren nicht stört, der hat hier ein nützliches, stabiles Programm, das völlig kostenlos, aber beileibe nicht umsonst ist. Und, so am Rande: POP-Peeper versteht sich mit dem verufenen, aber ja doch ab und an genutzten, Windows Vista, bisher ganz vorzüglich
.
Ach ja, am Schluss kleiner Tipp für G-Mail Nutzer: Den G-Mail Account sollte man über POP3 umleiten lassen (siehe FAQ-Seite der POP-Peeper-Homepage) und das SSL-Plugin herunterladen, dann gibt es keine Probleme.
Und jetzt: Viel Spaß beim auf Bücher warten
!