Es mag ungewöhnlich scheinen, jemandem einen Blog zu widmen. Bücher werden gewidmet, Gedichte, Musikstücke und andere, anspruchsvolle Produkte künstlerischer Kreativität. Aber ein Blog? Eines jener abertausend flüchtigen "Internet-Tagebücher", mit denen wir neuerdings, glaubt man der Presse, geradezu überschwemmt werden? Leicht liefe man Gefahr, dass der so Bedachte die Geste missversteht.
Dennoch will ich es wagen, denn ich denke, dass die ungewöhnliche Blog-Widmung in diesem Falle als das verstanden werden wird, was sie ist: ein aus tiefster Seele kommendes Dankeschön. Ein Dank für alles, was gewesen ist und noch kommen wird, und vor allem ein Dank dafür, dass mir die Freude des Bloggens eröffnet wurde.
Denn ich gestehe, ich gehörte lange zu der Heerschar der Ungläubigen, die der plötzlich ausgebrochenen Leidenschaft für Bloggs und eigene Websites mit einer milde amüsierten Skepsis gegenüberstanden. Nicht, dass ich mir nicht vorstellen konnte zu schreiben. Nur fand ich, dass mir, vor meinem ersten Literaturnobelpreis und mindestens drei Bestsellern, eine öffentliche Meinungsäußerung kaum zukäme.
Dass es bei dem Bloggen aber gar nicht um vollkommene Schrifstellerei geht, sondern um ehrliche Begeisterung – darum spontane Einfälle, Gedanken und Ideen mit jemandem zu teilen, der vielleicht genauso viel Freude daran haben könnte, wie man selbst. Einfach so, weil die Möglichkeit besteht. Das war ein Gedanke, mit dem ich erst durch Michaels Blog-Imperium vertraut wurde.
Und so widme ich mein erstes Blog – meine erste öffentliche "Internetpräsenz" überhaupt – Michael Wolf. Meinem geliebten, wunderbaren, engelsgeduldigen Freund.
Danke für die Widmung und viel Erfolg bei deinen ersten Gehversuchen in der Blogosphäre! Wenn’s Probleme gibt, weißt du ja, wen du um Hilfe rufen kannst.